Einleitung

Die Informationstechnik trug in den vergangenen Jahren wesentlich dazu bei, alltägliche Anwendungen, Prozesse und Tätigkeiten sowohl für die einzelnen Benutzer als auch den Anbietern dieser Technik erheblich zu beschleunigen und zu vereinfachen. Durch den Einsatz digitaler Medien können Informationen und Dienstleistung unter Einsparen von Zeit und Kosten angeboten werden und erhöhen somit die Effektivität regulärer Abläufe. Die Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme ermöglicht es jedoch zugleich, personenbezogene Informationen kostengünstig zu archivieren und auszuwerten, wodurch ungeahnte Einblicke in die Privatsphäre ermöglicht werden. Mit der Abkehr vom gewohnten Briefverkehr durch die zunehmende Verwendung von schnelleren und kostengünstigeren, digitalen Medien und elektronischen Systemen in vertraulichen Bereichen, wie der elektronischen Gesundheitskarte, dem biometrischen Reisepass, registrierungspflichtigen Kommunikationsmitteln, electronic Banking, Lokalisierungsmöglichkeiten, eVoting, u.v.a., entstehen daher erhebliche Datenschutzprobleme. Die von Anbietern personalisierter Dienste erhobenen, vertraulichen Daten dienen nicht nur zur Begründung und Berechnung kostenpflichtiger Dienstleistungen, sondern werden auch auf Grund gesetzlicher Anforderungen und Überwachungsverordnungen erhoben. So ist es heutzutage gebräuchlich, möglichst viele Daten zu erheben und für die Weiterverarbeitung zu Marketingzwecken und künftiger Eventualitäten zu sichern.



Matthias Bernauer, 20. Januar 2005